Rechtliche Orientierung für den Alltag.Verstehen. Einordnen. Handeln.

Erbrecht

Wer erbt, übernimmt grundsätzlich nicht nur Vermögenswerte, sondern auch die rechtliche Stellung des verstorbenen Menschen. Testament, gesetzliche Erbfolge und mögliche Nachlassschulden sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Erbfolge und Nachweis klären

Ein Testament oder Erbvertrag kann die gesetzliche Erbfolge verändern. Pflichtteilsrechte bleiben unter bestimmten Voraussetzungen bestehen. Zur Legitimation ist nicht in jedem Fall ein Erbschein nötig. Welche Unterlagen genügen, hängt unter anderem von der Verfügung von Todes wegen und dem betroffenen Vermögen ab.

Vor schnellen Entscheidungen prüfen

Eine Ausschlagung ist form- und fristgebunden. Eine Annahme kann auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen. Verschaffen Sie sich deshalb möglichst früh einen Überblick über Konten, Immobilien, Verträge und Schulden. Eine einfache Nachricht an andere Familienmitglieder ersetzt keine Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht.

Gemeinsam verwalten oder vorsorgen

Bei mehreren Erben entstehen Abstimmungsfragen über Verwaltung, Auskunft und Auseinandersetzung. Für die eigene Vorsorge sind Testament, Vollmacht und Patientenverfügung unterschiedliche Instrumente. Die folgenden Ratgeber helfen, diese Themen auseinanderzuhalten und Unterlagen für eine persönliche Beratung vorzubereiten.

Dieser Beitrag erläutert allgemeine Zusammenhänge. Eine individuelle Prüfung hängt insbesondere von Unterlagen, Sachverhalt und Fristen ab.